Typische Symptome und Beschwerden
Ein Lymphödem entwickelt sich meist schleichend. Anfangs fühlt sich die betroffene Körperregion schwer oder gespannt an. Mit der Zeit kommt es zu sichtbaren Schwellungen, die im Tagesverlauf zunehmen und durch Hochlagern nicht völlig zurückgehen.
Weitere Anzeichen können sein:
- Spannungsgefühl und Verhärtung des Gewebes
- eingeschränkte Beweglichkeit des betroffenen Körperteils
- Neigung zu Hautentzündungen und Infektionen
Unbehandelt kann das Ödem fortschreiten und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Je früher ein Lymphödem erkannt und behandelt wird, desto besser lassen sich Folgeschäden vermeiden.
Behandlung und therapeutische Ansätze
Ziel der Therape ist es, die Schwellung zu reduzieren und das Fortschreiten des Lymphödems zu verlangsamen. Grundlage ist die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE). Sie setzt sich aus mehreren aufeinander abgestimmten Elementen zusammen:
- Manuelle Lymphdrainage: Spezielle Massagetechnik zur Anregung des Lymphflusses
- Kompressionstherapie: Einsatz von Kompressionsstrümpfen, Bandagen oder medizinischen Systemen
- Bewegungstherapie: Sanfte Bewegung unter Kompression zur Unterstützung des Lymphabflusses
- Hautpflege: Schutz vor Infektionen durch gezielte Pflege
- Ernährungsberatung: Eine ausgewogene, salzarme Ernährung kann unterstützend wirken und das Gewebe entlasten