Unterschenkelamputation

Amputation unterhalb des Kniegelenks

Eine Unterschenkelamputation verändert Ihre Beweglichkeit, den Alltag und Ihr Körpergefühl. rahm begleitet Sie dabei mit persönlicher Beratung und passender Prothesenversorgung.

Ursachen, Folgen und Herausforderungen

Wenn ein Teil des Beins verloren geht, verändern sich die Bewegungsfreiheit, Selbstständigkeit und das eigene Körpergefühl. Vielleicht stehen Sie aktuell vor dieser Herausforderung oder haben bereits erste Erfahrungen mit der neuen Lebenssituation gesammelt. Der Weg zurück in einen stabilen Alltag erfordert Kraft, Zeit und verlässliche Unterstützung.

 

Wir vom Sanitätshaus rahm begleiten Sie auf diesem Weg. Mit individuell angepassten Hilfsmitteln, fachkundiger Beratung und einem ganzheitlichen Versorgungskonzept helfen wir Ihnen, Ihre Mobilität zurückzugewinnen und Ihr Leben neu auszurichten, ob direkt nach der Operation, während der Reha oder im Alltag zu Hause.

Junger Mann mit Beinamputation sitzt auf dem Sofa mit seinem Handy

Definition und Ursachen einer Unterschenkelamputation

Eine Unterschenkelamputation beschreibt den chirurgischen Eingriff zur Entfernung eines Beins unterhalb des Knies. Diese Form der Amputation ist im Vergleich zur Oberschenkelamputation funktionell oft günstiger, da das Kniegelenk erhalten bleibt. Die Beweglichkeit und Prothesensteuerung sind dadurch vielfach einfacher. Dennoch stellt sie einen massiven Einschnitt in das Leben der Betroffenen dar und erfordert ein umfassendes Versorgungskonzept, das sowohl medizinische, technische als auch psychosoziale Aspekte umfasst.

 

In Deutschland zählt der Diabetes mellitus zu den häufigsten Gründen für eine Amputation der unteren Gliedmaßen. Durchblutungsstörungen, infizierte Wunden oder Gangrän können in Kombination mit einem diabetischen Fußsyndrom zu einer Beinamputation führen. Weitere Ursachen sind Unfälle, Infektionen, bösartige Tumore oder angeborene Fehlbildungen. Die Entscheidung zur Amputation wird meist dann getroffen, wenn die Erhaltung des Beins keine Option mehr darstellt und das Leben gefährdet ist.

Behinderungsgrad und rechtliche Aspekte

Nach einer Unterschenkelamputation wird für Sie in der Regel ein Grad der Behinderung (GdB) zwischen 60 und 80 festgestellt. Dieser richtet sich nach der Amputationshöhe, Ihrer Restfunktionalität und möglichen Begleiterkrankungen. Die GdB-Feststellung hat Einfluss auf finanzielle Hilfen, Nachteilsausgleiche und weitere Leistungen. Lassen Sie sich hierzu individuell beraten, um Ihre Ansprüche korrekt geltend zu machen.

3D Scan -Technologie für einen Unterschenkelprothesenschaft

Amputationshöhe und Stumpfversorgung

Wie viel Mobilität Sie zurückgewinnen können, hängt auch von der Höhe der Amputation ab. Je mehr vom Unterschenkel erhalten bleibt, desto einfacher fällt Ihnen in der Regel das Gehen mit der Prothese. Ebenso wichtig ist eine gute Stumpfversorgung: Hautpflege, Druckschutz und regelmäßige medizinische Kontrolle helfen Ihnen, Komplikationen zu vermeiden und den Stumpf belastbar zu halten.

 

 

Die Rolle der Muskulatur und Rehabilitation

Nach der Operation ist es entscheidend, dass Sie Ihre Muskulatur aufbauen und stabilisieren. Physiotherapie, Gleichgewichtstraining und Gehübungen helfen Ihnen dabei, die Prothese sicher zu nutzen und sich wieder selbstständig zu bewegen. Ihre aktive Mitarbeit im Reha-Prozess ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg – genauso wie die kontinuierliche Anpassung der Prothese an Ihre Fortschritte.

Phantomschmerzen und Therapieansätze

Wenn Sie nach der Amputation Schmerzen im nicht mehr vorhandenen Bein spüren, handelt es sich vermutlich um sogenannte Phantomschmerzen. Diese entstehen durch neurologische Prozesse und können Ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Hierfür wird eine individuell abgestimmte Therapie, etwa durch Medikamente, Spiegeltherapie, TENS oder psychologische Begleitung empfohlen. Bewährt haben sich kombinierte Ansätze, die verschiedene Methoden miteinander verbinden.

 

Da die Schmerzwahrnehmung sehr individuell ist, sollte das Schmerzmanagement immer maßgeschneidert sein.

Mögliche Therapieansätze:

 

  • Spiegeltherapie: Visuelle Stimulation zur „Umtrainierung“ des Gehirns durch Wahrnehmung
  • Physiotherapie und Bewegungsübungen: Zur Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Neuromodulatorische Verfahren wie TENS oder Rückenmarksstimulation
  • Psychologische Unterstützung: Beispielsweise Schmerzbewältigungstraining oder Entspannungstechniken
  • Prothesentraining und frühzeitige Mobilisation: Um das Gehirn an neue Bewegungsmuster zu gewöhnen)
rahm Kundin erhält eine Unterschenkelprothese

Hilfsmittel für eine bessere Lebensqualität von rahm

Das Ziel jeder Hilfsmittelversorgung nach einer Unterschenkelamputation ist die Wiederherstellung der Mobilität und Selbstständigkeit im Alltag. Bei rahm beginnt dieser Prozess mit einer umfassenden Bedarfsanalyse. Hierbei berücksichtigen unsere SpezialistInnen Faktoren wie Stumpfverlauf, Alltagssituation, körperliche Konstitution und persönliche Lebensziele. Die Versorgung erfolgt in enger Abstimmung mit Ärzten, TherapeutInnen und TechnikerInnen.

 

Prothesenversorgung im Fokus: Individuelle Lösungen für mehr Lebensqualität

Nach einer Amputation des Unterschenkels ist die richtige Prothesenversorgung entscheidend für Mobilität, Komfort und Selbstständigkeit. Bei rahm liegt der Schwerpunkt auf einer präzisen, maßgeschneiderten Anpassung von Unterschenkelprothesen, um eine möglichst natürliche Bewegungsführung zu ermöglichen.

 

Weitere sinnvolle Hilfsmittel

Ergänzend zur Prothese können weitere Hilfsmittel erforderlich sein, um Ihre Mobilität und Sicherheit im Alltag zu fördern. In der Rehabilitationsphase kommen häufig Gehstöcke, Rollatoren oder Rollstühle zum Einsatz. Duschsitze und Haltegriffe erhöhen die Sicherheit im Bad.

Gehtraining und Passteiletestung

Im Trainingscenter protheofit der rahm Gruppe bieten wir Ihnen ein spezialisiertes Gehtraining an, um den Umgang mit Ihrer Unterschenkelprothese zu erlernen. Das Ziel ist es, Ihre Mobilität, Stabilität und Sicherheit im Alltag nachhaltig zu fördern. Ein Team aus PhysiotherapeutInnen begleitet Sie dabei mit fachlicher Expertise und persönlicher Betreuung.

 

Bevor Sie sich für eine Beinprothese entscheiden, bieten wir Ihnen eine Passteiletestung an. Dabei können Sie verschiedene Prothesenkomponenten im Alltag ausprobieren. So stellen wir sicher, dass Sie eine Prothese erhalten, die Ihren Anforderungen im Alltag bestmöglich entspricht. Unser erfahrenes Team aus OrthopädietechnikerInnen begleitet Sie hierbei vom ersten Anpassungsschritt bis zur präzisen Feinabstimmung Ihrer Versorgung.

rahm: Ihr Partner für mehr Mobilität und Lebensqualität nach einer Amputation

Eine Unterschenkelamputation verändert Ihr Leben, doch mit der richtigen Versorgung und professioneller Begleitung können Sie neue Wege beschreiten. Im Sanitätshaus rahm verbinden wir moderne Technik mit fundierter Erfahrung und menschlicher Nähe. Unsere ExpertInnen begleiten Sie von der Erstberatung bis zur langfristigen Versorgung mit individuell angepassten Hilfsmitteln. Bei diesen Erkrankungen und Amputationsformen stehen wir Ihnen ebenfalls mit Engagement zur Seite:

 

 

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