Spina Bifida

Angeborene Fehlbildung von Gehirn- und Rückenmark

Spina Bifida kann zu Einschränkungen im Leben führen. Mit den passenden Hilfsmitteln unterstützen wir Sie, Mobilität und Haltung zu fördern für ein möglichst normales Leben.

Ursachen, Symptome und Hilfsmittel

Spina Bifida ist eine Erkrankung, die bereits bei der Geburt vorhanden ist und den Alltag von Kindern und ihren Familien auf unterschiedliche Weise beeinflussen kann. Manche Kinder haben nur geringe Einschränkungen, andere benötigen umfangreichere medizinische Betreuung und Unterstützung. Ziel aller Maßnahmen ist es, die Entwicklung, Beweglichkeit und Selbstständigkeit bestmöglich zu fördern.

 

Wir vom Sanitätshaus rahm begleiten Sie und Ihr Kind dabei mit fachkundiger Beratung und individuell angepassten Hilfsmitteln – einfühlsam, kompetent und auf Augenhöhe.

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Ursachen von Spina Bifida bei Kindern

Die Spina Bifida gehört zu den sogenannten Neuralrohrdefekten. In den ersten Wochen der Schwangerschaft schließt sich normalerweise das Neuralrohr, aus dem sich Gehirn und Rückenmark entwickeln. Bleibt dieser Verschluss aus, entstehen Lücken in den Wirbelbögen, durch die sich Rückenmark oder Rückenmarkshäute nach außen wölben können.

 

Die genauen Ursachen sind nicht in jedem Fall bekannt, aber folgende Risikofaktoren können das Auftreten begünstigen:

 

  • Mangel an Folsäure in der Frühschwangerschaft
  • genetische Veranlagung
  • bestimmte Medikamente oder Vorerkrankungen der Mutter
  • Umwelt- und Ernährungsfaktoren

 

Eine vermehrte Folsäureeinnahme vor und in den ersten Wochen der Schwangerschaft kann das Risiko für Neuralrohrdefekte senken.

Formen der Spina Bifida bei Kindern

Die Schwere der Symptome hängt von der Form der Spina Bifida ab:

 

  • Spina Bifida occulta: Häufig symptomarm, wird oft nur zufällig entdeckt.
  • Meningozele: Die Rückenmarkshäute wölben sich nach außen, neurologische Ausfälle sind möglich.
  • Myelomeningozele (Spina Bifida aperta): Schwerste Form, bei der Rückenmark und -häute ungeschützt vorliegen; führt oft zu Lähmungen, Blasenproblemen und Hydrocephalus (Wasserkopf).

 

Gerade die Myelomeningozele erfordert meist kurz nach der Geburt einen chirurgischen Eingriff, um das Rückenmark zu schützen und Folgeschäden zu verhindern.

Symptome und mögliche Folgen bei Kindern

Die Auswirkungen von Spina Bifida können sich von Kind zu Kind deutlich unterscheiden. Häufige Anzeichen sind:

 

  • Lähmungen oder Muskelschwäche in den Beinen
  • Fehlstellungen der Füße oder Hüften
  • Störungen der Blasen- und Darmfunktion
  • Hydrocephalus durch gestörten Abfluss des Hirnwassers
  • Vermindertes Gefühl in bestimmten Körperregionen
  • Hautprobleme durch verminderte Sensibilität

 

Für die Entwicklung Ihres Kindes bedeutet Spina Bifida oft, dass motorische Fähigkeiten und Selbstständigkeit gezielt gefördert werden müssen. Frühe Förderung durch Physiotherapie, Ergotherapie und geeignete Hilfsmittel ist deshalb besonders wichtig.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung beginnt häufig direkt nach der Geburt und richtet sich nach der Form und den individuellen Bedürfnissen Ihres Kindes. Mögliche Maßnahmen sind:

 

  • operative Schließung der Fehlbildung
  • Shunt-Operation bei Hydrocephalus
  • orthopädische Korrekturen bei Fehlstellungen
  • langfristige Physiotherapie und Ergotherapie
  • urologische Versorgung bei Blasenfunktionsstörungen

 

Ziel ist es, die bestmögliche körperliche Entwicklung zu fördern und die Teilhabe des Kindes am Alltag zu ermöglichen.

Spina Bifida im Erwachsenenalter

Auch im Erwachsenenalter kann Spina Bifida mit gesundheitlichen Herausforderungen verbunden sein. Viele Betroffene leben heute dank frühzeitiger Versorgung ein selbstbestimmtes Leben, benötigen jedoch weiterhin eine medizinische und orthopädietechnische Begleitung. Mögliche Spätfolgen wie Rückenschmerzen, Gelenkprobleme, Hautkomplikationen oder Einschränkungen der Blasenfunktion erfordern individuelle Lösungen. Eine kontinuierliche Anpassung von Mobilitäts- und Alltagshilfen sowie eine regelmäßige Überprüfung bestehender Hilfsmittel können dazu beitragen, die Selbstständigkeit und Lebensqualität dauerhaft zu sichern.

rahm Mitarbeiter fixiert eine Rückenbandage am Kunden.

rahm: Hilfsmittelversorgung für Kinder mit Spina Bifida

Eine individuell angepasste Hilfsmittelversorgung kann den Alltag von Kindern mit Spina Bifida entscheidend erleichtern. Wir unterstützen Sie und Ihr Kind bei der Auswahl und Anpassung der passenden Produkte.

 

In der akuten Phase – Stabilität und Entlastung

Nach Operationen oder bei Rückenbeschwerden können Stützorthesen helfen, die Wirbelsäule zu stabilisieren und Fehlbelastungen zu vermeiden. Dies unterstützt die Heilung, kann Schmerzen reduzieren und Ihrem Kind Sicherheit beim Sitzen oder Stehen geben.

Mobilitätshilfen für wachsende Kinder

Für viele Kinder mit Spina Bifida sind orthopädische Gehhilfen ein wesentlicher Bestandteil der Versorgung. Je nach individueller Bewegungsfähigkeit können verschiedene Orthesen zum Einsatz kommen. Eine Karbon-Federorthese zeichnet sich durch ihr geringes Gewicht und ihre federnde Wirkung aus, die den Schritt unterstützt und die Beinmuskulatur entlasten kann. Die Oberschenkel-Gehorthese stabilisiert Knie- und Hüftgelenk und gibt dem Kind Sicherheit beim Gehen und Stehen.

 

Für Kinder mit höherer Lähmungshöhe bietet die reziproke Gehorthese durch ein spezielles Mechaniksystem die Möglichkeit, die Beine abwechselnd nach vorne zu bewegen. Alle genannten Hilfsmittel werden individuell angepasst und müssen mit dem Wachstum des Kindes aktualisiert werden, um langfristig eine optimale Unterstützung zu gewährleisten.

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Lagerungs- und Stehorthesen

Kinder, die nicht eigenständig stehen können, profitieren von Lagerungs- und Stehorthesen. Diese können eine aufrechte Haltung unterstützen, die Knochen- und Muskelentwicklung fördern und Fehlstellungen vorbeugen. Auch Funktionen wie Atmung, Verdauung und Kreislauf können durch eine frühzeitige Anwendung begünstigt werden.

 

Unterstützung für Blasen- und Darmmanagement

Viele Kinder mit Spina Bifida benötigen Hilfsmittel zur Blasen- und Darmversorgung. Kathetersysteme, aufsaugende Hilfen und spezielle Hilfsmittel zur Inkontinenzversorgung können dabei helfen, Infektionen zu vermeiden und die Lebensqualität zu verbessern.

 

Alltagshilfen und Wohnraumanpassungen

Barrierefreie Anpassungen, Transferhilfen, Badehilfen und kindgerechte Möbel können die Selbstständigkeit im Alltag erleichtern. Unsere Wohnumfeldberatung zeigt Ihnen Lösungen, wie Sie das Zuhause Ihres Kindes sicher und funktional gestalten können.

rahm: Ihr Partner für die Versorgung von Kindern mit Spina Bifida

Spina Bifida begleitet Familien oft von der Geburt an – doch mit der richtigen Unterstützung sind große Fortschritte möglich.

Im Sanitätshaus rahm verbinden wir Fachwissen mit moderner Orthopädietechnik und einer einfühlsamen Beratung.

Wir sind Ihr Partner nicht nur bei Spina Bifida, sondern auch bei weiteren Erkrankungen wie:

 

 

Ob Mobilitätshilfen, Alltagshilfen oder medizinische Versorgung, wir begleiten Sie und Ihr Kind persönlich, fachkundig und mit dem Ziel, Selbstständigkeit und Lebensqualität bestmöglich zu fördern.