Definition und Krankheitsbild
Die Definition von Krampfadern beschreibt kleine, erweiterte Venen, die zwischen Besenreisern und ausgeprägten Varizen eingeordnet werden. Sie haben einen Durchmesser von etwa 1 bis 3 Millimetern, verlaufen netzartig in der Haut und treten häufig an den Oberschenkeln oder Unterschenkeln auf.
Im Unterschied zu den großen Stammvenen, die tief im Venensystem verlaufen, betreffen Krampfadern die mittlere Hautschicht. Die Ursache liegt meist in einer Funktionsstörung der Venenklappen. Diese können das Blut nicht mehr zuverlässig in Richtung Herz transportieren. Dadurch staut sich Blut in den oberflächlichen Gefäßen und die Venenwand erweitert sich dauerhaft.
Ursachen und Risikofaktoren
Das Auftreten von Krampfadern kann durch mehrere Faktoren begünstigt werden:
- eine erbliche Bindegewebs- oder Venenklappenschwäche
- hormonelle Einflüsse, z. B. in Schwangerschaft oder Wechseljahren
- berufliche Belastungen durch langes Stehen oder Sitzen
- zunehmendes Alter mit nachlassender Elastizität der Venen
- Bewegungsmangel und Übergewicht
Alle diese Faktoren erhöhen den Druck im Venensystem und belasten die Venenklappen. Auf Dauer können daraus Varikosen entstehen, die über die Krampfadern hinausgehen.