Ursachen, Symptome und Hilfsmittel
Ein plötzliches Trauma am Kopf kann Ihr Leben von einem Moment auf den nächsten grundlegend verändern. Die medizinischen, psychischen und alltäglichen Herausforderungen nach einem Schädel-Hirn-Trauma sind vielschichtig und verständlicherweise mit vielen Fragen und Unsicherheiten verbunden. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich über das Krankheitsbild, mögliche Symptome und die richtigen Unterstützungsmaßnahmen gut informiert fühlen.
Was genau ist ein Schädel-Hirn-Trauma?
Wenn auf Ihren Kopf eine äußere Krafteinwirkung trifft, kann es zu einer Schädigung von Schädel und/oder Gehirn kommen. Je nach Ausmaß sprechen ExpertInnen von einem leichten, mittelschweren oder schweren Schädel-Hirn-Trauma. Zu den häufigsten Ursachen zählen Verkehrsunfälle, Stürze oder Sportunfälle. Dabei können sowohl der Schädelknochen als auch das Gehirngewebe direkt betroffen sein. Diese beiden Formen unterscheidet man:
- Geschlossenes Schädel-Hirn-Trauma: Der Schädel bleibt äußerlich intakt, aber innere Kräfte wie ruckartige Bewegungen führen zu Hirnverletzungen. Häufige Folgen können Blutungen im Gehirn wie Subdural- oder Epiduralhämatome sein.
- Offenes Schädel-Hirn-Trauma: Hier kommt es zu einem Durchbruch des Schädels, oft auch zu einer Verletzung der Hirnhäute. In diesen Fällen besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen, da Bakterien direkten Zugang zum Gehirn haben können.
Um die Schwere der Verletzung objektiv zu beurteilen, nutzen ÄrztInnen die Glasgow Coma Scale (GCS), die anhand der Augenöffnung, verbalen Antwort und Bewegungsreaktion eine Einschätzung Ihres Bewusstseins ermöglicht.

