Dekubitus

Schädigung von Haut und Gewebe durch anhaltenden Druck

Druckgeschwüre durch Überbelastung führen zu Hautschäden und Wunden. Mit den richtigen Hilfsmittel unterstüzt rahm bei der Entlaszung und Dekubitusprophylaxe.

Ursachen, Symptome und Hilfsmittel

Ein Dekubitus (auch Druckgeschwür oder Wundliegen genannt) kann eine erhebliche Belastung für Sie darstellen. Besonders, wenn Sie über längere Zeit bettlägerig sind oder viel im Rollstuhl sitzen, kennen Sie die schmerzhaften Druckstellen, die entstehen können. Die Haut wird empfindlich, die Lebensqualität leidet und der Alltag verändert sich oft grundlegend. Auch kleine Einschränkungen im Alltag können zu einem großen Risiko werden, wenn eine schlechte Durchblutung oder ständiger Druck die Haut schädigt.

 

Wir vom Sanitätshaus rahm begleiten Sie mit individueller Beratung, passenden Hilfsmitteln und empathischer Unterstützung dabei, den Alltag trotz Dekubitus so angenehm und selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.

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Was ist ein Dekubitus? – Definition und Entstehung

Unter einem Dekubitus versteht man eine lokale Schädigung Ihrer Haut und des darunterliegenden Gewebes. Diese entsteht, wenn über längere Zeit Druck, Scherkräfte oder eine Kombination aus beidem auf Ihre Haut einwirken. Besonders gefährdet sind Hautbereiche über Knochenvorsprüngen wie Ihre Fersen, das Steißbein, die Hüfte, die Ellenbogen oder die Schulterblätter.

 

Ein erhöhtes Risiko haben Sie insbesondere dann, wenn Sie bettlägerig sind, viel Zeit im Rollstuhl verbringen oder Ihre Beweglichkeit eingeschränkt ist. Auch weitere Faktoren können die Entstehung eines Dekubitus begünstigen. Dazu zählen eine bestehende Inkontinenz, Unterernährung oder eine bereits geschädigte Haut. Leiden Sie zusätzlich unter einer gestörten Durchblutung oder an Diabetes mellitus, erhöht sich Ihr persönliches Risiko nochmals deutlich.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Dekubitus-Ursachen lassen sich auf mehrere Faktoren zurückführen:

 

  • Langanhaltender Druck: Insbesondere auf Knochenstellen führt Druck dazu, dass das Gewebe nicht mehr ausreichend durchblutet wird.
  • Scherkräfte: Entstehen beim Rutschen im Bett oder Rollstuhl und verschieben Hautschichten gegeneinander.
  • Feuchtigkeit: Durch Inkontinenz oder Schwitzen weicht die Haut auf und wird verletzlicher.
  • Mangelernährung und fehlende Bewegung: Beeinträchtigen die Wundheilung und erhöhen das Risiko.

 

Diese Faktoren können sich gegenseitig verstärken, sodass selbst kleine Hautrötungen unbehandelt zu schweren Druckgeschwüren führen können.

Stadien und Grade

Ein Dekubitus wird in verschiedene Grade eingeteilt, die den Schweregrad der Haut- und Gewebeschädigung beschreiben:

 

  • Grad 1: Rötung der Haut, die sich auch bei Druck nicht zurückbildet.
  • Grad 2: Offene Wunde mit Hautdefekt, Blasenbildung oder Abschürfung.
  • Grad 3: Schädigung aller Hautschichten bis hin zum darunterliegenden Fettgewebe.
  • Grad 4: Tiefe Wunde mit Zerstörung von Muskeln, Sehnen oder sogar Knochen.

 

Je früher ein Dekubitus erkannt wird, desto besser sind die Therapie- und Heilungschancen. Deshalb ist die regelmäßige Dekubitusprophylaxe essenziell.

 

 

Symptome und Auswirkungen

Die ersten Anzeichen sind Rötungen, Druckstellen oder Überwärmung der Haut. Unbehandelt entwickelt sich daraus ein offenes Geschwür, das mit Schmerzen, Infektionen und eingeschränkter Beweglichkeit verbunden sein kann. Ein fortgeschrittener Dekubitus kann den Alltag erheblich belasten: Schon einfaches Sitzen oder Liegen wird schmerzhaft, und die Heilung zieht sich oft über Wochen bis Monate.

Maßnahmen und Therapie bei Dekubitus

Die Dekubitus-Behandlung besteht aus mehreren Maßnahmen, die individuell angepasst werden:

 

  • Druckentlastung: Umlagerungen und spezielle Matratzen verhindern dauerhafte Belastungen.
  • Wundversorgung: Moderne Wundauflagen, Pflaster und Schaumstoffverbände können die Heilung unterstützen.
  • Pflegemaßnahmen: Sorgfältige Hautpflege, Vorbeugung gegen Feuchtigkeit und regelmäßige Kontrolle sind entscheidend.
  • Hilfsmittelversorgung: Sitzkissen, Matratzen oder Fersenschoner reduzieren das Risiko neuer Druckstellen.

 

Eine erfolgreiche Therapie erfordert die enge Zusammenarbeit von PatientInnen, Pflegekräften, Ärzten und Ärztinnen sowie dem Sanitätshaus.

rahm: Hilfsmittelversorgung bei einem Dekubitus

Um Ihre Lebensqualität trotz Dekubitus zu verbessern, bietet das Sanitätshaus rahm verschiedene Lösungen, die auf Ihre individuelle Situation abgestimmt werden.

 

Lagerungskissen

Lagerungskissen können dabei helfen, gefährdete Hautstellen zu entlasten und die Position regelmäßig zu variieren. Sie können in unterschiedlichen Formen eingesetzt werden – etwa zur Stabilisierung der Fersen, zur Seitenlagerung oder als Unterstützung im Rollstuhl. Durch gezielte Druckverteilung lassen sich Risikostellen wie Steißbein oder Hüfte wirksam entlasten.

rahmheldin Fabienne hält ihr 3D gedrucktes Rollstuhlsitzkissen

Spezielle Matratzen – Weichlagerung und Wechseldrucksysteme

Eine Dekubitus-Matratze kann dazu beitragen, die Haut zu schützen. Weichlagerungsmatratzen aus Schaumstoff passen sich dem Körper an und verteilen das Gewicht gleichmäßig. Bei höherem Risiko kommen Wechseldruckmatratzen zum Einsatz, die durch wechselnde Luftkammern den Druck regelmäßig verlagern und so dabei unterstützen können, die Durchblutung zu fördern. Diese Systeme können eine wichtige Maßnahme zur Dekubitusprophylaxe darstellen.

 

Anti-Dekubitus-Rollstuhlsitzkissen

Für Menschen, die viel im Rollstuhl sitzen, sind spezielle Anti-Dekubitus-Sitzkissen sinnvoll. Diese Kissen bestehen aus Gel, Luft oder viskoelastischem Schaumstoff und können die Druckentlastung an besonders gefährdeten Körperstellen unterstützen. Neben klassischen Varianten bietet rahm Ihnen auch das innovative rios® 3D-gedruckte Sitzdruckkissen, das durch seine besondere Anpassungsfähigkeit und hohe Druckverteilung überzeugt. Alle Lösungen werden individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt und können das Risiko für neue Druckgeschwüre deutlich senken.

rahm: Ihr Partner für mehr Lebensqualität bei Dekubitus

Ein Dekubitus beeinflusst Ihr Wohlbefinden, Ihre Mobilität und Ihre Selbstständigkeit. Doch mit der richtigen Unterstützung sind Verbesserungen möglich.

Im Sanitätshaus rahm verbinden unsere ExpertInnen Kompetenz mit Einfühlungsvermögen und moderner Versorgungstechnologie, um Sie bestmöglich zu begleiten. Unsere Filialen beraten Sie persönlich und individuell, damit Sie die passenden Hilfsmittel erhalten.

 

Wir stehen Ihnen nicht nur bei Dekubitus zur Seite, sondern auch bei weiteren Pflegebedürftigkeiten wie Bettlägerigkeit, Inkontinenz, Gehunfähigkeit, Stoma-Versorgung oder Darmkrebs.

 

Gemeinsam mit Ihnen finden wir die passenden Maßnahmen, um Ihre Haut zu schützen, und Ihre Lebensqualität zu verbessern. Kontaktieren Sie uns – wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zu mehr Wohlbefinden und Selbstständigkeit.