Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Auswirkungen auf Alltag & passende Hilfsmittelversorgung

ALS führt zu Muskelschwäche und Bewegungseinschränkungen. Bei rahm beraten wir Sie mit Weitblick zu Hilfsmitteln, die den Alltag erleichtern und die Selbstständigkeit erhalten können.

Ursachen, Symptome und Hilfsmittel

Die Diagnose Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) bringt viele Veränderungen mit sich. Die Erkrankung führt nach und nach zum Abbau von Nervenzellen, die für Muskelbewegungen zuständig sind. In der Folge kann es zu Muskelschwäche, feinen Zuckungen oder Schwierigkeiten beim Sprechen und Gehen kommen. Auch wenn ALS derzeit nicht heilbar ist, lässt sich der Alltag mit gezielter Therapie und passenden Hilfsmitteln oft deutlich erleichtern.

 

Wir vom Sanitätshaus rahm beraten Sie individuell, welche Hilfsmittel in Ihrer Situation sinnvoll sind – und unterstützen Sie dabei, Ihre Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten.

 

 

Was geschieht bei ALS?

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine seltene, fortschreitende Erkrankung des Nervensystems, bei der Sie zunehmend Muskelkraft verlieren können. Grund dafür ist der schrittweise Abbau von Nervenzellen, die Ihre Muskelbewegungen steuern. Diese Zellen – sogenannte Motoneuronen – befinden sich im Gehirn, im Hirnstamm und im Rückenmark. Wenn sie ihre Funktion nicht mehr erfüllen, lassen sich bestimmte Bewegungen nicht mehr ausführen.

 

Durch die schrittweise Degeneration dieser Nerven werden Impulse vom Gehirn nicht mehr an Ihre Muskulatur weitergeleitet. Dies kann zu Lähmungen, Muskelschwund und weiteren Einschränkungen führen. Die Krankheit schreitet unterschiedlich schnell voran und betrifft unterschiedliche Körperbereiche – häufig beginnt sie an den Extremitäten oder mit Störungen beim Sprechen und Schlucken.

 

Erste Veränderungen bemerken Sie oft durch Schwäche in Händen oder Beinen, Schwierigkeiten beim Sprechen oder durch feine Muskelzuckungen.

Pflegeheim, junge Pflegekraft hilft älterer Frau im Rollstuhl, Freiwillige.

So erkennen Sie ALS-Symptome frühzeitig

Typische erste Anzeichen der Erkrankung können sein:

 

  • Muskelschwäche in Armen oder Beinen
  • feinmotorische Störungen wie Ungeschicklichkeit oder Stolpern
  • Faszikulationen, also feine Muskelzuckungen unter der Haut
  • Schwierigkeiten beim Sprechen oder Schlucken

 

Diese Symptome entwickeln sich oft schleichend. Lassen Sie Veränderungen frühzeitig ärztlich abklären, um rechtzeitig therapeutische Maßnahmen einzuleiten.

 

 

Mögliche Ursachen der Erkrankung

In rund 5 bis 10 % der Fälle liegt eine genetische Veranlagung vor. In der überwiegenden Mehrheit bleibt die Ursache jedoch unbekannt – man spricht dann von sporadischer ALS. Wissenschaftlich untersucht werden Einflüsse wie Umweltfaktoren, autoimmune Prozesse oder Störungen im Zellstoffwechsel. Auch die fehlerhafte Verarbeitung von Proteinen in Nervenzellen könnte eine Rolle spielen.

Wie verläuft die ALS-Erkrankung?

Im Verlauf der ALS kann es zu einer Kombination verschiedener Symptome kommen:

 

  • zunehmende Muskelschwäche und Muskelabbau
  • Lähmungserscheinungen in Armen und Beinen
  • Schluck- und Sprachstörungen
  • Beeinträchtigung der Atemmuskulatur
  • Muskelkrämpfe und Faszikulationen

 

ALS hat bei Fortschreiten Auswirkungen auf Ihre Lebensqualität. Die Muskelfunktionen nehmen stetig ab. Das betrifft nicht nur Arme und Beine, sondern im Verlauf oft auch die Atem- und Schluckmuskulatur. Trotz dieser körperlichen Einschränkungen bleibt Ihr geistiger Zustand in der Regel unbeeinträchtigt. Umso wichtiger ist eine kontinuierlich angepasste Versorgung, die Ihre Selbstständigkeit unterstützt und Ihre Lebensqualität so weit wie möglich erhält.

Wie wird ALS diagnostiziert?

Da die Symptome auch bei anderen Erkrankungen auftreten können, ist eine gründliche Untersuchung notwendig. Zu den gängigen Diagnoseverfahren gehören:

 

  • neurologische Untersuchung
  • Elektromyographie (EMG)
  • Messung der Nervenleitgeschwindigkeit
  • Bildgebende Verfahren (z. B. MRT), um andere Ursachen auszuschließen

 

Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um therapeutische Strategien rechtzeitig einzuleiten und Sie bestmöglich zu unterstützen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Eine ursächliche Therapie für ALS existiert bislang nicht. Dennoch können Sie den Verlauf durch verschiedene Maßnahmen positiv beeinflussen:

 

  • Physiotherapie, um Beweglichkeit zu erhalten.
  • Ergotherapie, um Alltagshandlungen zu trainieren.
  • Logopädie, wenn Sprach- oder Schluckstörungen auftreten.
  • Atemtherapie, zur Unterstützung der Atemmuskulatur.

 

In Verbindung mit diesen Maßnahmen ist eine gute Hilfsmittelversorgung wichtig, um Ihre Eigenständigkeit im Alltag zu bewahren. Wie diese aussehen können, erfahren Sie im folgenden Abschnitt.

Produktbild SMINA+_AktivEx-3

Moderne Hilfsmittelversorgung für ALS im Sanitätshaus rahm

Moderne Hilfsmittel können Ihnen bei Amyotropher Lateralsklerose helfen, Ihre Mobilität zu erhalten und alltägliche Herausforderungen zu bewältigen. So kann es möglich sein, dass Sie Ihre Selbstständigkeit weiter zu bewahren, auch dann, wenn Ihnen Antrieb und Kraft fehlen.

 

Orthesen für die obere Extremität bei ALS

Häufig fällt es im Verlauf einer ALS aufgrund steigender Muskelschwäche und zunehmender Lähmungen immer schwerer, Bewegungen wie das Greifen oder Loslassen durchzuführen. Auch Sensibilitätsstörungen in der Hand sind möglich. Hier können Orthesen Ihre Mobilität fördern. Neben konfektionierten Orthesen stehen Ihnen bei rahm auch individuelle und maßgeschneiderte Orthesen aus dem 3D-Druck zur Verfügung.

Lösungen für Funktionsstörungen Arm/Hand

Zusätzlich zu Orthesen können mechanische Hilfssysteme für den Arm oder die Hand sinnvoll sein. Diese entlasten die Schulterpartie, indem sie den Arm in einer Position halten, was die Bewegungen ohne großen Kraftaufwand ermöglicht. Die vorhandene Muskelkraft können Sie so besser nutzen.

Lösungen für Funktionsstörungen Bein/Fuß

Je nach Ausmaß der Beeinträchtigung stehen verschiedene orthopädische oder technische Hilfsmittel für die Beine zur Verfügung, die auf Ihre individuellen motorischen Fähigkeiten abgestimmt werden. Die Auswahl erfolgt nach ausführlicher Analyse und unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Therapieziele.

sprachcomputer

Assistive Technologien – Kommunikation und Sicherheit im Alltag

Assistive Systeme können Ihnen helfen, bei amyotropher Lateralsklerose alltägliche Aufgaben zu bewältigen, wenn diese aufgrund motorischer oder sprachlicher Einschränkungen nicht mehr selbstständig möglich sind. Sie tragen dazu bei, Ihre Selbstständigkeit zu erhalten und den Alltag funktionaler zu gestalten. Zu den unterstützenden Technologien gehören:

 

Mobilitätshilfen bei ALS

Mit fortschreitender amyotropher Lateralsklerose (ALS) nimmt die Muskelkraft oft stetig ab. Mobilitätshilfen wie Rollstühle, Elektrorollstühle oder spezielle Geh- und Stehhilfen können dabei unterstützen, die eigene Beweglichkeit so lange wie möglich zu erhalten. Auch individuell angepasste Sitz- und Positionierungssysteme tragen dazu bei, Druckstellen zu vermeiden und den Komfort zu erhöhen. Unsere ExpertInnen beraten Sie gerne zu den passenden Hilfsmitteln, damit Sie weiterhin mobil und aktiv am Alltag teilnehmen können.

 

Inkontinenzprodukte für ALS-Betroffene

Ein Symptom der fortschreitenden Muskelschwäche kann Inkontinenz sein. Dies kann sowohl Harninkontinenz als auch Stuhlinkontinenz umfassen. Für die diskrete Unterstützung bei Inkontinenz gibt es eine Auswahl an Inkontinenzhilfsmitteln, die Sie sowohl bei der Hygiene als auch bei der Ableitung von Ausscheidungen unterstützen.

 

Andickungspulver

Bei amyotropher Lateralsklerose können im Verlauf der Erkrankung Schluckstörungen auftreten. Andickungspulver verändert die Konsistenz von Flüssigkeiten, sodass das Trinken sicherer wird. So kann das Risiko verringert werden, dass Flüssigkeit in die Luftröhre gelangt und es zum Verschlucken kommt.

Pflegebetten und Matratzen

Häufig führt eine amyotrophe Lateralsklerose Erkrankung zur Pflegebedürftigkeit. Spezielle Pflegebetten und Pflegematratzen können dabei helfen, dass Sie sich aufrichten können und tragen zur Druckentlastung bei, um Dekubitus (Druckstellen)us  zu vermeiden.

 

Alltagshilfen bei ALS

Durch die abnehmende Muskelkraft und eingeschränkte Selbstständigkeit bei ALS sind Alltagshilfen eine besonders wertvolle Unterstützung im Alltag. Dazu zählen Produkte für den Einsatz im Bad und WC sowie Trink- und Greifhilfen, die auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden können. Auch Liftsysteme, die das Aufstehen ermöglichen oder beim Überwinden von Treppen unterstützen, können eine sinnvolle Ergänzung sein. So lässt sich der Alltag auch bei fortschreitender Erkrankung komfortabler und sicherer gestalten.

 

Im Rahmen unserer kostenlosen Wohnumfeldberatung unterstützen wir Sie gerne bei der Auswahl der passenden Hilfsmittel für Ihre häusliche Umgebung.

Neuro-Tage – Ganzheitliche Betreuung durch ExpertInnen

Bei unseren rahm Neuro-Tagen steht Ihnen bei ALS ein erfahrenes Team aus ExpertInnen aus den Bereichen Reha, technische Orthopädie und Homecare an unseren spezialisierten Standorten zur Seite. Wir beraten Sie umfassend und prüfen sorgfältig, welche Hilfsmittel zu Ihrer Situation passen. Anschließend stellen wir Ihnen bedarfsgerechte Versorgungslösungen vor.

rahm: Ihr Partner für mehr Mobilität und Lebensqualität bei neurologischen Erkrankungen

Eine Erkrankung wie ALS bringt tiefgreifende Veränderungen mit sich – doch mit der richtigen Unterstützung sind Fortschritte im Alltag möglich. ALS ist eine komplexe und herausfordernde Krankheit. Es erfordert oft spezifische Hilfsmittel und Dienstleistungen zur passenden Zeit, um den sich verändernden Bedürfnissen gerecht zu werden. Mit unserer Erfahrung möchten wir Sie individuell und mit Weitblick beraten und versorgen.

 

Wir begleiten Sie auch bei weiteren neurologischen Erkrankungen, wie:

 

 

Gerne stehen wir Ihnen mit unserem Fachwissen und individueller Unterstützung zur Seite.