Symptome einer Patellaluxation
Die Beschwerden treten meist unmittelbar nach dem Ausrenken des Knies auf und können sehr charakteristisch sein:
- plötzlicher, starker Schmerz im vorderen Bereich des Kniegelenks
- sichtbare Fehlstellung der Kniescheibe seitlich des Gelenks
- Bewegungsunfähigkeit des betroffenen Beins
- Schwellung und Blutergussbildung durch Verletzung des Knorpels
- Instabilitätsgefühl auch nach Rückführung der Kniescheibe
In manchen Fällen springt die Patella von selbst zurück, was die akuten Symptome mindern kann, jedoch meist eine deutliche Instabilität zurücklässt.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung einer Patellaluxation richtet sich individuell nach der Ursache, der Häufigkeit sowie der Schwere der Verletzung. Ziel jeder Maßnahme ist es, die Stabilität des Kniegelenks wiederherzustellen und das Risiko für erneute Luxationen zu minimieren. In vielen Fällen kommen zunächst konservative Therapien zum Einsatz. Dazu zählen die Ruhigstellung des Kniegelenks mit einer speziellen Orthese, das gezielte Kühlen zur Abschwellung sowie eine begleitende Schmerztherapie zur Entlastung. Diese Maßnahmen sollen das Gelenk stabilisieren und weitere Schädigungen verhindern.
Bei wiederholten Luxationen oder komplexen Begleitverletzungen kann jedoch eine Operation erforderlich sein, um das Gelenk langfristig zu stabilisieren. Dabei werden meist Bänder rekonstruiert oder knöcherne Strukturen korrigiert, je nach individueller Anatomie und Befundlage.
Welche Behandlungsform in Ihrem Fall infrage kommt, wird im persönlichen Gespräch von FachärztInnen für Orthopädie gemeinsam mit Ihnen abgestimmt. So entsteht ein individuell angepasster Therapieplan, der auf Ihre Bedürfnisse und Alltagsanforderungen zugeschnitten ist. Lassen Sie sich frühzeitig beraten, um die bestmögliche Versorgung zu erhalten.