Parkinson

Chronische Erkrankung mit Tremor-Entwicklung

Parkinson kann den Alltag durch Zittern, Steifheit oder verlangsamte Bewegungen erschweren. Wir vom Sanitätshaus rahm beraten zu Hilfsmitteln, die Mobilität und Selbstständigkeit unterstützen.

Ursachen, Symptome und Hilfsmittel

Die Diagnose Parkinson kann das Leben spürbar verändern. Erste Anzeichen wie Zittern, Steifheit oder Bewegungsverlangsamung wirken oft verunsichernd – besonders im Alltag. Auch wenn die Erkrankung fortschreitend ist, gibt es viele Möglichkeiten, gezielt gegenzusteuern.

 

Wir vom Sanitätshaus rahm beraten Sie individuell zu passenden Hilfsmitteln, die Ihre Mobilität und Selbstständigkeit im Alltag unterstützen – egal, ob direkt nach der Diagnose oder im späteren Verlauf der Erkrankung.

Parkinson

Ursachen von Parkinson und genetische Faktoren

Morbus Parkinson ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung des zentralen Nervensystems. Wenn Sie betroffen sind, gehen im Laufe der Zeit bestimmte Nervenzellen in Ihrem Mittelhirn (in der sogenannten Substantia nigra) verloren. Diese Zellen sind dafür zuständig, den Botenstoff Dopamin zu produzieren – einen Botenstoff,  den Ihr Körper braucht, um Bewegungen flüssig und kontrolliert auszuführen.

 

Wenn Dopamin fehlt, werden Bewegungsabläufe zunehmend beeinträchtigt und alltägliche Bewegungen fallen schwerer. Die Ursachen von Parkinson sind noch nicht vollständig erforscht. Man weiß heute, dass sowohl erbliche Faktoren als auch Umweltfaktoren eine Rolle spielen können. Bei etwa 10 Prozent der Betroffenen ist eine familiäre Veranlagung erkennbar. Aber auch chronischer Stress, Umweltgifte oder frühere Kopfverletzungen können beteiligt sein. Trotz aller Forschung: Oft lässt sich keine klare Ursache benennen.

Symptome und Verlauf von Parkinson

Parkinson beginnt meist schleichend. Die Beschwerden sind zu Beginn oft unspezifisch, entwickeln sich aber im Verlauf der Zeit deutlich weiter.

 

Die Symptome lassen sich in motorische und nicht-motorische Symptome einteilen:

 

  • Bradykinese: Bewegungsverlangsamung
  • Freezing: Plötzliches Einfrieren in der Bewegung, kann ebenfalls Risiko für Sturzgefahr erhöhen.
  • Tremor: Zittern der Hand. Kann in Ruhetremor (Zittern bei entspannten Muskeln) und Bewegungstremor (bei der Ausführung von Handlungen) unterteilt werden.

 

Zu den nicht-motorischen Beschwerden zählen:

 

  • Schlafstörungen
  • depressive Verstimmungen
  • kognitive Einschränkungen (z. B. verlangsamtes Denken)
  • Verstopfung, Schluckbeschwerden
  • Störungen des Geruchssinns

 

Im späteren Verlauf kann sich eine Parkinson-Demenz entwickeln. Diese betrifft etwa 30 bis 40 Prozent der Erkrankten und zeigt sich in starker Vergesslichkeit, Orientierungsproblemen und reduzierter Konzentration.

Lebenserwartung und Krankheitsverlauf

Parkinson ist behandelbar, auch wenn es bisher keine Heilung gibt. Viele Menschen führen mit der richtigen Therapie und Unterstützung ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben. Ihre Lebenserwartung kann – mit passender medizinischer Begleitung – nahezu normal bleiben.

 

Wichtig ist, dass Sie sich regelmäßig von einem Facharzt oder einer Fachärztin begleiten lassen und frühzeitig auf Veränderungen reagieren. Komplikationen wie Schluckstörungen oder Stürze lassen sich oft durch die richtigen Maßnahmen vermeiden.

Diagnose und Behandlung

Die Behandlung richtet sich ganz nach Ihren individuellen Beschwerden. Zusätzlich unterstützen Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie dabei, Ihre Selbstständigkeit zu erhalten und Ihre Lebensqualität zu steigern.

 

Auch Bewegung im Alltag – sei es durch Spaziergänge, Tanzen oder spezielle Sportangebote – kann sich nachweislich positiv auf Ihre Symptome auswirken.

Ifloat-Armunterstuetzung

Hilfsmittelversorgung bei Parkinson durch rahm

Im Verlauf einer Parkinson-Erkrankung können Sie mit verschiedenen funktionellen Einschränkungen konfrontiert werden, die Ihren Alltag deutlich beeinflussen. Insbesondere Störungen Ihrer Motorik, Gangunsicherheit oder eine zunehmende Muskelsteifheit können Ihre Mobilität einschränken und die Selbstständigkeit im Alltag erschweren.

 

Im Sanitätshaus rahm finden wir gemeinsam mit Ihnen individuelle Versorgungslösungen, die Ihre Bewegungsfreiheit fördern, Sicherheit erhöhen und eine möglichst selbstbestimmte Lebensführung ermöglichen können.

 

Lösungen für Funktionsstörungen Arm/Hand

Parkinson kann zu Muskelsteifheit und Bewegungseinschränkungen in Armen und Händen führen. Spezielle Orthesen und mechanische Armunterstützungssysteme können dabei helfen, Beweglichkeit, Haltung und Muskelaktivität bei Funktionsstörungen in Arm und Hand zu verbessern.

 

Bei Bewegungstremor kann auch die Orthese Stil Hand ControlTM dabei unterstützen, den Arm und die Hand ruhig zu halten, um alltägliche Aktivitäten ausführen zu können. Bei einem Ruhetremor kann diese Orthese jedoch nicht unterstützen.

 

Lösungen für Funktionsstörungen Bein/Fuß

Orthesen können helfen, das Gehen wieder sicherer zu machen. Je nach Ursache und Ausprägung stehen Ihnen unterschiedliche Lösungen für Funktionsstörung Bein/Fuß zur Verfügung, die Sie unterstützen. Die Wahl des passenden Systems erfolgt in der Regel nach einer individuellen Beratung und orientiert sich an Ihren motorischen Fähigkeiten und Therapiezielen.

Rollator mit Laserstrahl

Lösungen für Haltungsprobleme bei Parkinson

Parkinson wird häufig von einer ungewollten nach vorne geneigten Oberkörperhaltung begleitet. Diese Fehlhaltung sorgt nicht nur für Schmerzen, sondern kann auch die Atmung erschweren. Rumpf-Orthesen können Sie in manchen Fällen bis zu einem bestimmten Grad unterstützen, die Haltung zu verbessern.

 

Assistive Technologien – Sicherheit und Kommunikation im Alltag

Auch technische Hilfsmittel können bei Parkinson sinnvoll sein, insbesondere wenn durch kognitive oder motorische Einschränkungen alltägliche Aufgaben erschwert werden. Roboterarme können das Greifen und Halten übernehmen, Umfeldsteuerung unterstützt bei der Bedienung von Schaltern und Elektrogeräten in Ihrem Zuhause, Sprachcomputer helfen bei Kommunikationsschwierigkeiten. Zudem gibt es mobile Personenrufsysteme, mit denen Sie zuverlässig pflegende Angehörige oder Pflegepersonal auf sich aufmerksam machen können.

 

Bewegungstrainer

Bewegungstrainer können Menschen mit Parkinson eine Möglichkeit bieten, Beweglichkeit und Muskelkraft zu trainieren. Regelmäßige, kontrollierte Bewegung kann Muskelsteifheit entgegenwirken, die Koordination fördern und die Selbstständigkeit im Alltag unterstützen.

Exopulse suit tragen drei Personen, eine davon sitzend auf einem Rollstuhl

Nervenstimulation mit dem exopulse suit

In einigen Fällen kann eine Ganzkörperstimulation mittels niedrigfrequenter Elektroimpulse bei Parkinson helfen, die Bewegungsfreiheit temporär wiederherzustellen. Mithilfe von Elektroden, die im exopulse suit verbaut sind, kann nahezu der ganze Körper stimuliert und Muskeln aktiviert werden.

 

Mobilitätshilfsmittel bei Parkinson

Bei Parkinson können Bewegungsstörungen im Verlauf zunehmen. Mit passenden Mobilitäts- und Alltagshilfen lassen sich Eigenständigkeit und Sicherheit sowohl im häuslichen als auch im außerhäuslichen Bereich verbessern. Je nach Bedarf können folgende Hilfsmittel zum Einsatz kommen:

 

  • Rollatoren: Zur Unterstützung beim Gehen und zur Sturzprophylaxe. Einige Rollatoren sind zusätzlich mit einem Laser ausgestattet, der bei Freezing helfen kann.
  • Elektromobile und Rollstühle: Für längere Strecken und höhere Mobilität
  • Liftanlagen: Für barrierefreies Wohnen

Inkontinenzversorgung bei Parkinson

Bei Parkinson kann es durch die gestörte Steuerung der Muskulatur zu Blasen- oder Darmproblemen kommen. Viele Betroffene leiden unter Harn- oder Stuhlinkontinenz. Passende Inkontinenzprodukte helfen dabei, Ausscheidungen sicher zu managen und die Hygiene im Alltag zu erleichtern – diskret und zuverlässig.

 

Alltagshilfen bei Parkinson

Zittern, Muskelsteifheit und verlangsamte Bewegungen können alltägliche Abläufe erschweren. Alltagshilfen wie Haltegriffe im Bad, Toilettenstühle oder spezielle Ess- und Trinkhilfen geben mehr Sicherheit und unterstützen Sie dabei, möglichst lange selbstständig zu bleiben. Unsere kostenlose Wohnumfeldberatung hilft Ihnen dabei, die passenden Hilfsmittel für Ihr Zuhause zu finden.

Pflegebetten und Matratzen

Wenn Parkinson weiter fortschreitet, kann eine Pflegebedürftigkeit entstehen. Elektrisch verstellbare Pflegebetten erleichtern das Aufstehen, Umlagern und Pflegen. Druckentlastende Matratzen helfen, Druckstellen (Dekubitus) vorzubeugen und erhöhen den Liegekomfort – für mehr Wohlbefinden im Alltag.

 

Andickungspulver

Bei Parkinson können Schluckstörungen in unterschiedlichen Stadien auftreten. Andickungspulver verändert die Fließgeschwindigkeit von Getränken, sodass sie kontrollierter geschluckt werden können. Das kann helfen, Verschlucken zu vermeiden und die Flüssigkeitsaufnahme sicherer zu gestalten.

Neuro-Tage – Ganzheitliche Betreuung durch ExpertInnen

Bei unseren rahm Neuro-Tagen steht Ihnen ein interdisziplinäres Team aus Reha-Fachleuten, OrthopädietechnikerInnen und Homecare-ExpertInnen zur Seite. An unseren spezialisierten Standorten beraten wir Menschen mit Parkinson umfassend – von der ersten Einschätzung bis zur langfristigen Versorgung.

 

Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, welche Hilfsmittel am besten zu Ihrer Lebenssituation und den individuellen Beschwerden passen.

rahm: Ihr Partner für mehr Mobilität und Lebensqualität bei Parkinson

Parkinson ist eine Erkrankung, die tiefgreifende Veränderungen im Alltag mit sich bringen kann. Doch mit der richtigen Unterstützung sind Fortschritte möglich.

 

Im Sanitätshaus rahm verbinden unsere geschulten ExpertInnen Kompetenz mit erstklassiger Beratung und neuester Technologie, um die bestmögliche Versorgung zu bieten. Unsere Schwerpunktfilialen kümmern sich individuell um Ihre Bedürfnisse.

 

Wir sind Ihr Partner für mehr Wohlbefinden – nicht nur bei Parkinson, sondern auch bei anderen neurologischen Erkrankungen wie:

 

 

Ob Lähmungen, Fußheberschwäche, Spastiken oder Sprachstörungen – wir begleiten Sie mit Fachwissen und individueller Unterstützung auf dem Weg zu mehr Mobilität und Lebensqualität.