rahmheldin Ramona – Vierfach amputiert und mitten im Leben

Wie Ramona nach einer Sepsis und Vierfachamputation Schritt für Schritt zurück in ihren Alltag fand
Marketing Managerin SEO & Unternehmenskommunikation

Operation mit schwerwiegenden Folgen

Es sind oft die kleinen Momente, die zeigen, wie weit jemand gekommen ist. Wenn Ramona heute aufsteht, ihre Prothesen anlegt und sich sicher im Raum bewegt, wirkt vieles selbstverständlich. Doch dieser Alltag ist das Ergebnis eines langen Weges, der mit einer lebensbedrohlichen Situation begann.

 

Nach einer Operation kam es zu schweren Komplikationen. Aus dem Eingriff entwickelte sich eine Sepsis, eine schwere Blutvergiftung, die sich im Körper ausbreitete. Die Infektion führte schließlich zu Organversagen. Ramona fiel ins Koma.

 

Als sie wieder aus dem Koma aufwachte, hatte sich ihr Leben grundlegend verändert. Um ihr Leben zu retten, mussten beide Unterschenkel sowie beide Hände amputiert werden.

Damit hatte sich nicht nur Ramonas körperliche Situation verändert. Mit der vierfachen Amputation ihrer beiden Arme und Unterschenkel stand sie einer völlig neuen Lebensrealität gegenüber.

 

 

Schritt für Schritt wieder zur Normalität

Die erste Zeit nach der Amputation war von vielen Herausforderungen geprägt. Ramona musste sich von der schweren Erkrankung und den Operationen erholen. Gleichzeitig versuchte sie, sich an ihre neue Situation zu gewöhnen.

 

Hier kam rahm ins Spiel. Die ExpertInnen haben Ramonas Eltern bereits unterstützt, als sie selbst im Koma lag. Nach der Vierfach-Amputation standen sie dann auch Ramona zur Seite.

 

Die erste Versorgung war ein Rollstuhl, doch damit sollte es nicht getan sein. Ramona und ihr Versorgungsteam waren fest entschlossen und voller Zuversicht, ihre Mobilität und Selbstständigkeit bestmöglich wiederherzustellen .

Der Moment, wieder aufzustehen

Der erste große Schritt auf dem Weg zu mehr Mobilität war die Versorgung mit Beinprothesen. rahm fertigte zwei individuell angepasste Unterschenkelprothesen für Ramona an. Doch eine Prothese zu tragen bedeutet, auch mit ihr umgehen zu können. Noch komplizierter wird es, wenn es gleich zwei Beinprothesen sind. Ramona musste sich neu orientieren, denn Gleichgewicht, Bewegungsabläufe und das Vertrauen in den eigenen Körper entstehen nicht von heute auf morgen.

 

Ramona lernte wieder zu laufen. Mit der Unterstützung ihres Versorgungsteams und den PhysiotherapeutInnen, musste sie ein Gefühl für ihre Beinprothesen entwickeln und ihre Bewegungen neu koordinieren. Jeder Schritt war zunächst ungewohnt, doch mit der Zeit entstand aus vorsichtigen Bewegungen echte Zuversicht.

 

Besonders prägend war für Ramona die Möglichkeit, endlich vom Rollstuhl auf die Prothesen zu wechseln und wieder aufzustehen. Für Ramona war es ein ein Zeichen dafür, dass ein neuer Abschnitt beginnen konnte.

 

In der Zeit blieb Ramona stets positiv und ließ sich von Rückschlägen oder schlechten Tagen nicht aus der Ruhe bringen.

„Es war überwältigend, aus dem Rollstuhl rauszukommen und wieder auf eigenen Beinen zu stehen.“

Ein Versorgungskonzept, dass sich immer weiterentwickelt

Nachdem Ramona den Umgang mit ihren Beinprothesen gemeistert hatte, begann die Versorgung mit den Armprothesen. Auch hierbei wurde sie von den rahm ExpertInnen unterstützt, bis die passende Lösung für ihre Situation und Anforderungen an den Alltag gefunden war.

 

Auf ihrem Weg wurde Ramona von rahm begleitet. Bei ihrer Versorgung ging es nicht nur um die Anpassung einzelner Hilfsmittel. Im Mittelpunkt stand ein individuelles und ganzheitliches Konzept, das auf Ramonas persönliche Situation abgestimmt war.

 

Eine besondere Herausforderung bei Ramonas Versorgung war Narbengewebe sowie ein Lipödem, die die Versorgung mit klassischen Prothesen erschwerten. Ihre prothetischen Hilfsmittel mussten daher mit ihrer Kompressionsversorgung kombiniert werden.

 

Wichtig war für Ramona vor allem, feste Ansprechpartner zu haben, die ihre Situation kennen und sie langfristig begleiten. Sorgen und Unsicherheiten konnte sie offen ansprechen, und gemeinsam wurden Wege gesucht, die ihr mehr Selbstständigkeit im Alltag ermöglichen.

 

Aus dieser engen Zusammenarbeit entwickelte sich mit der Zeit mehr als eine reine Betreuung. Zwischen Ramona und dem Team entstand eine persönliche Verbindung, die bis heute hält.

Mitten im Leben mit vier Prothesen

Heute ist Ramona wieder selbstständig mobil. Mit ihren Arm- & Beinprothesen bewegt sie sich sicher im Alltag und erledigt viele Dinge ohne Hilfe. Auch das Autofahren ist wieder möglich – mit einem entsprechend umgebauten Fahrzeug, das speziell an ihre Möglichkeiten angepasst wurde.

 

Im Alltag helfen ihr außerdem speziell für sie hergestellte 3D-gedruckte Aufsätze für Besteck dabei, wieder selbstständig zu essen. Diese kann sie anstelle ihrer Prothese einfach auf die Stümpfe aufsetzen.

 

Und auch Aktivitäten, die nach der Vierfachamputation unerreichbar schienen, gehören wieder zu ihrem Leben. Ramona geht wieder schwimmen. Möglich ist das mit wasserfesten Beinprothesen mit individuell hergestellten Handflossen aus dem 3D-Druck, die sie statt der Armprothesen aufsetzen kann. Mit ihnen ist sie noch schneller durch das Wasser unterwegs.

 

Besonders freut sich Ramona darüber, nicht von anderen abhängig sein zu müssen. Ihre Termine, zum Beispiel bei der Physiotherapie, kann sie selbstständig wahrnehmen und Reisen kann sie ohne Probleme allein unternehmen.

„Ich kann jetzt wieder alles tun, was ich vorher nicht so konnte.“

Ein neuer Blick auf das Leben

Das aktive und erfüllte Leben ist für Ramona keine Selbstverständlichkeit. Doch der Weg dorthin war nicht immer leicht. Es gab Herausforderungen, Rückschläge und Tage, an denen vieles schwerfiel. Doch Ramona hat gelernt, nach vorne zu blicken und ist eine wahre Frohnatur.

 

Für sie gehört dazu auch die Erkenntnis, dass eine Amputation das Leben verändert – aber nicht bestimmt. Wichtig ist es, über Sorgen und Ängste zu sprechen und sich Unterstützung zu holen. Auch ihre Hobbys ausüben zu können hat ihr geholfen, wieder neue Perspektiven zu entwickeln.

 

Ramonas Geschichte zeigt, wie viel Kraft in Menschen steckt – und wie wichtig es ist, nicht aufzugeben.

 

Mit der passenden Versorgung, mit Zeit und mit Menschen an der Seite, die zuhören und unterstützen, können neue Wege entstehen. Wege, die Schritt für Schritt zurück in ein selbstbestimmtes Leben führen.

Prothetikversorgung auf höchstem Niveau bei rahm

Sollten Sie eine Versorgung mit einer Arm- oder Beinprothese benötigen – entweder weil Sie kurz vor der Amputation stehen, oder mit Ihrer derzeitigen Prothese unzufrieden sind – unterstützen Sie unsere Prothetik-ExpertInnen gerne dabei, die passende Lösung zu finden.

 

Dabei gehen wir genau auf Ihre Anforderungen, Wünsche und Mobilitätsziele ein.

 

Erfahren Sie mehr über Prothesenversorgung bei rahm.